Wie Hillary Clinton 2016 die Volksabstimmung gewann, aber die Präsidentschaft verlor

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Vielleicht erinnern Sie sich an den Schock. Im Jahr 2016 erhielt Hillary Clinton mehr Einzelstimmen als Donald Trump. Sie hat tatsächlich die Volksabstimmung gewonnen. Dennoch wurde Donald Trump Präsident. Wie passiert das? Es kommt auf das Wahlkollegium an. Ein System, das nicht jede einzelne Stimme gleich zählt. Stattdessen zählt es Staaten. Trump sicherte sich 304 Wahlmännerstimmen gegenüber 227 Clintons. Das reichte aus, um das Weiße Haus zu erobern.

Das war kein Fehler. Es war das fünfte Mal in der Geschichte der USA, dass der Gewinner der Volksabstimmung die Wahl verlor. Die Rechnung ist krass.

Warum die Volksabstimmung nicht über den Präsidenten entscheidet

Oft wird gefragt, warum die Person mit den meisten Stimmen verliert. Die Antwort ist einfach. Die US-Verfassung wählt Präsidenten nicht durch direkte Volksabstimmung. Es nutzt Wähler. Jeder Staat erhält eine Anzahl an Wählern, die sich nach seiner Bevölkerungszahl richtet. Die meisten Staaten gehen nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip vor. Wenn Sie einen Staat mit einer Stimme gewinnen, erhalten Sie alle seine Wahlpunkte.

Clinton gewann die landesweite Stimmenauszählung. Trump hat die Karte gewonnen.

Hier ist die Aufschlüsselung der Zahlen für 2016:

  • Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen: 136.669.276
  • Donald Trump: 62.984.828 Stimmen (46,09 %)
  • Hillary Clinton: 65.853.514 Stimmen (48,18 %)

Clinton hatte fast drei Millionen Stimmen mehr. Aber diese Stimmen konzentrierten sich auf Orte wie New York und Kalifornien. Staaten, die Trump bereits verloren hatte. Er gewann wichtige Swing States mit hauchdünnem Vorsprung. Diese kleinen Siege führten zu einer Mehrheit im Wahlkollegium.

Hat Hillary Clinton tatsächlich die Volksabstimmung verloren?

Nein. Sie hat gewonnen. Um etwa zwei Prozentpunkte. Aber dieser Sieg war im Hinblick auf die Präsidentschaft hohl. Das System belohnt die geografische Streuung, nicht nur reine Zahlen. Sie brauchen nicht 51 % der nationalen Stimmen. Sie brauchen genügend Siege in den richtigen Bundesstaaten, um 270 Wahlmännerstimmen zu erreichen.

Trump hat das getan. Clinton hat es nicht getan.

Es ist eine seltsame Eigenart der amerikanischen Demokratie. Eines, bei dem ein Kandidat Millionen von Stimmen verlieren und trotzdem das Land regieren kann. Es passiert. Es geschah im Jahr 2016. Es ist schon einmal passiert.

Wenn Sie das nächste Mal jemanden über Wahlgerechtigkeit streiten hören, denken Sie daran. Die Volksabstimmung zählt. Aber es entscheidet nicht darüber, wer ins Weiße Haus einzieht. Noch nicht.