Montag, 6. Juli. Prinz Harry landete in England. Bei der Reise sollte es um ein Wiedersehen gehen. Familie. Heimkehrstimmung.
Dann kam der Hammer.
Noch bevor er seine Schuhe angezogen hatte, traf die Nachricht ein. Der Oberste Gerichtshof entschied gegen ihn. Nicht nur gegen Harry. Elton John war auch da. David Furnish. Elizabeth Hurley. Sadie Frost. Sie haben alle verloren. Die Klage gegen Associated Newspapers Limited – Herausgeber der Daily Mail und der Mail on Sunday – scheiterte unter ihrem eigenen Gewicht.
Das Urteil umfasste vierhundert Seiten. Der vierzehnwöchige Prozess führte zu einer Entlassung. Die Kläger haben ihren Fall einfach nicht bewiesen. Es gibt nicht genügend Beweise, um zu sagen, dass die Leaks definitiv rechtswidrig waren.
„Das Gericht lehnte den Versuch ab, die Behauptungen durch weit gefasste Schlussfolgerungen zu beweisen … wo es eine legitime … mögliche rechtmäßige Quelle gab.“
ANL jubelte. Natürlich. „Majestätische Rechtfertigung“, sagte ihr Sprecher. Journalismus intakt.
Aber dieser Verlust war kein Einzelfall. Es drang in den Palast ein. Buchstäblich.
Harry kam in der Hoffnung an, im Buckingham Palace übernachten zu können. Es fühlte sich richtig an. Eine Brücke zurück. Dann verschwand plötzlich das Angebot. Auszahlung in letzter Minute. Enttäuschend, nannte es sein Sprecher. Unklar, fügte er hinzu und stellte fest, dass er bereits akzeptiert hatte.
Palastinsider erzählten GB News eine andere Geschichte. Sie waren alarmiert. Ich hatte sogar Angst. Wovon?
Das Gerichtsurteil.
Wenn Harry in der Residenz des Monarchen bleibt, während er vor dem Gericht desselben Monarchen einen großen Datenschutzprozess verliert, wird die Optik durcheinander gebracht. Karl III. muss so aussehen, als stünde er über dem Gesetz. Hat nichts mit den Folgen seines eigenen Justizsystems zu tun. Hochrangige Höflinge handelten schnell. Sie wollten Abstand. Scharfe Distanz. Zwischen dem Herzog und der Residenz. Zwischen dem König und den schlechten Nachrichten.
Also wurde es in der Unterkunft dunkel. Nicht aus Zeitgründen. Nicht, weil Harry seine Meinung in der elften Stunde geändert hätte, wie der Palast behauptet.
Wegen des Urteils zogen sie den Boden unter den Füßen.
Jetzt ist Harry hier. Kein Dach im Buckingham Palace. Nur ein rechtlicher Verlust und eine verschlossene Tür. Dachten sie, dass es den Fleck sauber halten würde, wenn man ihn draußen ließe?
Die Reise geht weiter. Die Fragen bleiben.
