Milien sind winzige, perlenartige Beulen, die sich oft um Augen, Nase und Wangen ansammeln. Im Gegensatz zu Pickeln oder Mitessern werden sie nicht durch Bakterien oder Ölablagerungen verursacht, sondern sind verhärtete Keratinkügelchen, die unter der Hautoberfläche eingeschlossen sind. Diese Beulen sind nicht gefährlich, aber viele Menschen empfinden sie als unansehnlich und suchen nach Möglichkeiten, sie loszuwerden. Zu verstehen, was sie verursacht und wie man sie behandelt, ist der Schlüssel zu reiner Haut.
Was genau sind Milia?
Milien entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen und Talg (natürliches Hautöl) in winzigen Zysten direkt unter der Hautoberfläche eingeschlossen werden. Dermatologen beschreiben sie als harte Keratinablagerungen, wodurch sie sich von typischer Akne unterscheiden. Im Gegensatz zu Pickeln können Milien nicht herausgedrückt werden und erfordern oft eine professionelle Behandlung. Die Beulen erscheinen bei allen Hauttönen weiß und gehen nicht mit der Rötung oder Entzündung einher, die mit Akne einhergeht.
Was verursacht Milien?
Mehrere Faktoren können zur Milienbildung beitragen:
- Schlechte Reinigung: Eine unzureichende Entfernung abgestorbener Hautzellen und überschüssigen Öls kann zu Ablagerungen und verstopften Poren führen.
- Schwere Hautpflegeprodukte: Reichhaltige, dicke Cremes können das Problem verschlimmern, insbesondere im Augenbereich. Leichte Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis sind zu bevorzugen.
- Rauchen: Einige Experten, wie die bekannte Kosmetikerin Renée Rouleau, haben einen Zusammenhang zwischen Rauchen und Milien um die Augen beobachtet. Rauchexposition kann zur Verhärtung des Keratins in der Umgebung beitragen.
- Hautschäden: Milien können auch nach Hautverletzungen wie Verbrennungen oder Blasenbildung auftreten.
So behandeln Sie Milien effektiv
Der Versuch, Milien zu Hause zu entfernen, ist wirkungslos und kann zu Narbenbildung führen. Befolgen Sie stattdessen diese Schritte:
- Sanfte Reinigung: Entfernen Sie jeden Abend Make-up und Unreinheiten gründlich mit einem milden Reinigungsmittel.
- Regelmäßiges Peeling: Verwenden Sie Alpha-Hydroxysäuren (AHAs) wie Glykol- oder Milchsäure oder Beta-Hydroxysäuren (BHAs) wie Salicylsäure, um abgestorbene Hautzellen abzulösen und die Ölproduktion zu kontrollieren. Beginnen Sie langsam, um Reizungen zu vermeiden.
- Retinol-Anwendung: Retinole fördern die Zellerneuerung der Haut und helfen bei der Vorbeugung und Behandlung von Milien. Vorsichtig anwenden, dabei die oberen Augenlider aussparen und bei Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden.
- Professionelle Extraktion: Wenn die Behandlung zu Hause fehlschlägt, kann ein Dermatologe die Milien sicher mit einer sterilen Nadel extrahieren und sie möglicherweise durch Elektrodessikation verbrennen. Wundpflege ist nach der Elektrodessikation von entscheidender Bedeutung, um Narbenbildung zu vermeiden.
Prävention ist der Schlüssel
Milien sind nicht immer vermeidbar, aber sorgfältige Hautpflege kann ihr Auftreten minimieren. Sanfte Reinigung, regelmäßiges Peeling und leichte Feuchtigkeitszufuhr haben Vorrang, um die Haut klar zu halten. Wenn Milien bestehen bleiben, ist eine professionelle Behandlung oft die effektivste Lösung.
Wenn Sie die Ursachen verstehen und diese Behandlungsrichtlinien befolgen, können Sie Milien effektiv behandeln und eine gesunde, glatte Haut erhalten.
