Mattel bringt die erste autistische Barbie-Puppe auf den Markt, wobei authentische Darstellung im Vordergrund steht

Mattel hat die erste Barbie-Puppe vorgestellt, die autistische Menschen darstellen soll und in Zusammenarbeit mit dem Autistic Self Advocacy Network (ASAN) entwickelt wurde. Dieser Schritt erweitert das Engagement der Marke für Inklusivität und stellt sicher, dass sich ein breiteres Spektrum von Kindern in der ikonischen Spielzeuglinie wiederfinden kann.

Hauptfunktionen und Designoptionen

Die neue Barbie verfügt über mehrere Funktionen, die häufige autistische Erfahrungen genau darstellen sollen:

  • Bewegliche Handgelenke ermöglichen es der Puppe, Stimmverhalten (wiederholte Bewegungen wie Handschlagen) auszuführen – eine natürliche Art und Weise, wie viele autistische Menschen Informationen verarbeiten oder Gefühle ausdrücken.
  • Ein leicht abgewandter Blick wurde eingefügt, um zu verdeutlichen, dass einige autistische Menschen direkten Augenkontakt vermeiden.
  • Zubehör wie geräuschunterdrückende Kopfhörer, ein Fidget Spinner und ein Tablet mit AAC-Apps bieten sensorische Unterstützung und Kommunikationstools.
  • Locker sitzende, sensorische Kleidung betont die Bedeutung bequemer, nicht einschränkender Materialien für autistische Kinder.

Die Bedeutung der Repräsentation

Mattel und ASAN betonten, dass die Puppe nicht dazu gedacht sei, Autismus zu definieren, sondern vielmehr seine Vielfalt zu demonstrieren. Wie ASAN feststellte: „Autismus hat nicht nur ein Aussehen.“ Ziel ist es, die Erfahrungen autistischer Kinder zu validieren, die Selbstakzeptanz zu fördern und das Gefühl der Isolation zu verringern.

Die Puppe ist Teil der Barbie Fashionistas-Linie, zu der bereits Puppen mit Erkrankungen wie Blindheit, Typ-1-Diabetes und Down-Syndrom gehören.

Positiver Empfang

Die Einführung stieß auf überwältigend positive Rückmeldungen, insbesondere von autistischen Menschen und ihren Familien. Viele bedankten sich für die genaue und respektvolle Darstellung, wobei ein Elternteil es als „buchstäblich alles, was wir uns hätten wünschen können“ bezeichnete. Ein anderer Fan teilte mit, dass die Puppe „das Gefühl hat, so gesehen zu werden, wie ich es als Kind nie erlebt habe“.

Diese Initiative ist bedeutsam, weil sie direkt eine Lücke in der Spielzeugrepräsentation schließt. Für autistische Kinder kann es zutiefst bestätigend sein, sich selbst in den Mainstream-Medien widergespiegelt zu sehen – selbst in Form einer Puppe. Dies trägt dazu bei, Autismus zu normalisieren und die Stigmatisierung der Neurodiversität zu verringern. Der Schritt unterstreicht auch die wachsende Nachfrage nach integrativerem Spielzeug und die Bedeutung, bei der Produktentwicklung auf autistische Stimmen zu hören.

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